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PHREAKING
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SICHERHEIT
  • Was ist Phreaking?
  • History?
  • Die Phreak-Boxen
  • Boxen-Info - Liste der bekanntesten Boxen
  • Grundlagen
  • Kurzbeschreibung wichtiger Begriffe
  • Credits

  • Was ist Phreaking?
    Um diese Frage zu beantworten, würden zwar auch ein paar Worte reichen, was wir Ihnen hier aber vermitteln wollen, ist ein etwas tieferer Einblick in die Funktionsweise und den Funktions- bzw. den Bezugsumfang des Phreaking.

    (Phreak[er] = "Phone" + "Freak[er]" oder "Phone Hacker")

    History?
    Wenn man von Phreaking spricht, wird im allgemeinen vom Phone Phreaking ausgegangen. Hierbei handelt es sich, ganz grob gesagt, u.a. um das Eindringen in Kommunikations- bzw. Telefonnetze. Es werden sich hierbei Fehler und Schwächen der jeweiligen Netze zu Nutze gemacht, wie es z.B. vor einiger Zeit in den USA der Fall war:

    In der Zeit von ca. 1965-1975 benutzte AT&T, damals noch der absolute Monopolist auf dem Telefonmarkt der USA, ein akustisches Signal, um das Ende eines Telefonats und damit das Stoppen des Einheitenzählers zu signalisieren. Dieses Signal, ein 2600-Hertz-Ton, wurde gesendet, sobald mindestens ein Gesprächsteilnehmer den Hörer auflegte. Das Signal an sich wurde lediglich dazu benutzt, den Einheitenzähler zu stoppen; jedoch blieb die Verbindung immer intakt und wurde nicht unterbrochen. Im Normalfall war dies auch nicht kritisch, da das Signal ja nur beim Auflegen eines der beiden Gesprächsteilnehmer erzeugt wurde, und somit die Verbindung ohnehin getrennt war. Doch das Signal liess sich auch auf andere Weise auslösen.

    Einige Personen fanden nun jedoch heraus, dass AT&T eben ein solches Signal sendete, um den Einheitenzähler zu stoppen. Daraufhin wurden von vielen Personen, denen dieser Fehler bzw. diese Sicherheitslücke bekannt war, Versuche zur Bestimmung und Nachahmung des Signals unternommen. Einer der Pioniere des Phone Phreakings war Capt'n Crunch alias John Draper, ein Hobby-Elektroniker. Er war sozusagen der Erfinder der Blue Box; sie erlaubt es, kostenlos zu telefonieren. Das brachte dann auch das Phreaking mit dem Begriff Boxen in Verbindung.

    Die Phreak-Boxen
    Inzwischen hat man eine ganze Reihe dieser sogenannten Boxen entwickelt, die Funktionen bereitstellen, die nicht nur darauf beschränkt sind, umsonst anrufen zu können. Im allgemeinen hält man sich an die Tradition, Phreak-Boxen nach Farben zu benennen, wobei die Blue- und die Beigebox zu den Klassikern zählen und ein Teil des Grundlagenwissen darstellen, die ein Phreaker berherrschen muss. Die Verwendbarkeit dieser Boxen ist jedoch von Fall zu Fall nur in bestimmten Regionen bzw. Ländern gewährleistet, wobei deren Anwendung nicht immer ohne ein gewisses Risiko ist.

    Information
    Boxen-Info - Liste der bekanntesten Boxen


    Grundlagen
    Um das Phreaking verstehen zu können, müssen gewisse grundlegende Dinge über die Funktionsweise der Telefonanlagen (in Deutschland) geklärt sein:

    Frequenzen zur Sprachübermittlung

    Das Telefonnetz wurde ursprünglich für die Übertragung von akustischen Signalen bzw. von Sprache entwickelt, wobei festgestellt wurde, dass sich für die Übertragung der Sprache in einer guten Qualität alle Frequenzen zwischen 300Hz und 3400Hz eignen. ISDN besitzt zur Übermittlung von akustischen Signalen eine Bandbreite von 7000Hz, was eine noch höhere Klangqualität bedeutet.

    Wahlverfahren

    Impulswahl: (IWV / Drehwahlscheibe).
    Hierbei handelt es sich um die (alte) Wählmethode, bei der das Wählen noch mit einer Wählscheibe geschah. Dabei werden elektrische Impulse erzeugt, d.h., beim Zurückziehen der Wählscheibe in die Ruheposition wird ein Schalter periodisch geöffnet und geschlossen; dadurch ergibt sich, dass der erhaltene Wert der Ziffer entspricht, die man gewählt hat. Bei der Ziffer 5 z.B. wird der Schalter 5-mal geöffnet und geschlossen, wodurch also 5 Impulse erzeugt werden. Beim Wählen sind die Kontakte für ca. 40ms geschlossen, dann 60ms geöffnet, bis sie sich für den nächsten Impuls wieder für 40ms schliessen, ausserdem wird zwischen den Ziffern 600ms gewartet.

    Mehrfrequenzwahl: (MFV / Tastenblock)
    Das IWV wurde durch das MFV ersetzt, da letzteres sich einerseits durch eine weniger starke Abnutzung auszeichnete und sich andererseits durch die höhere Geschwindigkeit beim Wählen durchsetzte. Die bei dem MFV eingesetzten Transistoren schalten schneller als die bei dem IWV eingesetzten mechanischen Drehwahlscheiben, was auch einer der Gründe für Wechsel hin zum MFV und weg vom IWV ist. Bei dieser Technik, dem MFV, werden die Transistoren in der Schaltzentrale mit bzw. von verschiedenen Tönen angesteuert. Jede Ziffer ist mit einem eigenen Ton (einer eigenen Frequenz) belegt. Die Einführung des MFV war der Übergang weg von der analogen Vermittlungstechnik hin zu der digitalen. Folglich arbeitet eine digitale Vermittlungsstelle statt mit dem Drehwahlverfahren mit Halbleiterbausteinen. Die Koordination der Gespräche übernimmt die EDV.

    Signalarten bzw. Typen (analog, digital, binär)

    analog
    Akustische Signale jeglicher Art (z.B. Sprache, Musik, Rauschen) sind analoge Signale. Ein gutes Beispiel für einen analogen Tonträger ist die Schallplatte, in deren Kunststoff Rillen eingeritzt wurden, denen die Nadel des Abspielgeräts folgte. Es entstanden Schwingungen, die verstärkt und in akustische Signale (Musik) umgesetzt wurden. Analoge Signale enthalten keine diskreten Zwischenabstufungen, d.h., sie sind kontinuierlich.

    digital
    In der Technik heisst digital soviel wie "in Stufen, in Schritten geregelt", digital steht aber ebenso für eine Darstellung in Ziffern (z.B. Digitaluhr). Alle Informationen (z.B. Zeitansage, Text, Foto, Film, Musik) lassen sich digitalisieren, d.h., als eine beliebig lange Kombination von Nullen und Einsen darstellen. Digitalisierte Informationen lassen sich in elektrische Impulse, in (Licht-)Signale (ISDN) oder ähnliches überführen und so als Daten transportieren. Digitale Signale befinden sich immer in diskreten (d.h. abgegrenzten) Zuständen, die Zugehörigkeit der Signale (z.B. Rauschen in einem Lied) ist schnell erkennbar. Es kann keine Werte zwischen den Zuständen geben.

    binär
    Das binäre Signal ist eine Sonderform des digitalen Signals, bei dem nur zwei Zustände erlaubt sind. Da der PC genau mit dieser Form von Signalen arbeitet, hat das binäre Signal in der heutigen Zeit einen enorm hohen Stellenwert. Das Binärsystem entspricht den Nullen und Einsen, die man mit der Arbeitsweise der Computer in Verbindung bringt.

    Umwandlung der Analog/Digitalsignale

    Da sich analoge Daten (Signale) zur Be- und Verarbeitung kaum eignen, ist es heutzutage üblich, sie zu digitalisieren, zu bearbeiten und dann z.B. auf CD zu brennen oder sie per Internet zu versenden. Für einen Transport per analoger Internet-Anbindung werden die digitalen Signale wieder in analoge Signale umgewandelt. Dies geschieht durch den Einsatz eines Analog-/Digitalwandlers bzw. Digital-/Analogwandlers, was heute einem Modem (MOdulator/DEModulator) entspricht.

    Die Telefondose (TAE-Dose) und Co.

    Die TAE-Dose, in jedem Haushalt mit Telefonanschluss zu finden, verbindet das Telefon mit dem Telefonnetz (bzw. Kommunikationsnetz). Sie und auch der graue Kasten im Keller, der die Aufschrift "Telekom" oder auch ein "P" (wie Post :oP) trägt, ist Eigentum der Deutschen Telekom und auch der Einbau dieser Anlagen wird von der Telekom kostenlos übernommen. Nachteile und logischerweise die daraus resultierende Folge ist das Verbot der Manipulation. Die TAE-Dose hat meistens drei Anschlüsse, die zweimal mit "N" und einmal mit "F" bezeichnet (auch: codiert) sind. "N" steht für Nebenstelle und wird u.a. von Modems, Anrufbeantwortern, Faxgeräten belegt. "F" steht für Fernsprecher und - logischerweise - wird das Telefon daran angeschlossen. Die Anschlüsse unterscheiden sich ausserdem noch durch die Form des Steckereinschubs, bei den "N"-Anschlüssen befindet sich die Nut eher in der Mitte, bei dem "F"-Anschluss am unteren Ende. Die TAE-Dose ist über im Hause verlegte Leitungen mit dem schon weiter oben angesprochenen grauen Kasten verbunden.

    DTMF-Boxing

    Unter DTMF-Boxing versteht man das kostenlose Telefonieren auf Kosten der guten alten Telekom. Theoretisch ist es von vielen Telefonzellen und Münz-/Kartentelefonanlagen in Gastronomien, Klubs, Kneipen etc. ausführbar. Findet man keine funktionierende Anlage auf Anhieb, muss man eben etwas länger suchen. Zuerst muss man sich einen DTMF-Piepser (bzw. DTMF-Tongeber oder AB-Fernabfragesender) zulegen, so etwas sollte (noch) in jedem T-Punkt-Geschäft erhältlich sein, andernfalls findet man sowas bestimmt noch im einem Elektro-/Kommunikationsladen (Preise zwischen 5,- und 25,-DM).

    Nun geht man zu einem der besagten Standorte der Telefonanlagen und sucht sich eine gut positionierte Anlage aus. Als aller erstes muss man testen, ob die Telefonanlage auf die Signale des DTMF-Piepsers reagiert, andernfalls muss man sich erst ein geeignetes Gerät suchen. Man nimmt nun den Hörer ab und drückt auf die "0", danach drückt man sehr langsam die Gabel runter, bis man im Hörer ein Knacken hört. Nachdem man das Knacken gehört hat, lässt man die Gabel sofort los und falls die anfangs getippte "0" noch auf dem Display steht, hat man es wahrscheinlich geschafft, es kann aber auch ohne das Stehenbleiben der "0" funktionieren. Nun, nachdem man die Gabel losgelassen hat, wählt man mit dem DTMF-Piepser eine der vielen öffentlichen Auskunftsdienste, z.B. 11833 (Telekom) oder 11880 (Telegate oder so...) an und lässt sich mit einer gewünschten Nummer verbinden, nach der man dann auch gleich gefragt wird. Das ist eigentlich schon alles...(

    Kurzbeschreibung wichtiger Begriffe
    CCITT:
    Comitee Consultatif International Telegraphique et Telephonique.
    Kurz CT, Norm für Telefonnetze (CT5 alt, CT6, CT7 - aktuell)

    TAE:
    Bezeichnung für die Anschlussdose zum Telefonnetz (Telekommunikationssendeeinrichtung)

    MFW:
    Mehrfrequenzwahlverfahren, auch DTMF

    tracing/tracen:
    Nummernrückverfolgung

    signalling:
    Kommunikation zwischen verschiedenen Telefonnetzen

    VST:
    Vermittlungsstellen

    OVST:
    Ortsvermittlungsstelle

    Loops:
    Kabel zwischen TAE-Dose und OVST

    Trunk:
    Kabel zwischen VST

    SMS/F:
    Service-Managment-System/Funktion



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